++ Update++ Zur Neugestaltung des Steinrings: SPD-Altstadt fordert besseren Schutz für Radfahrer durch Protected Bike Lane sowie Erhalt des Parkraums und der Bäume


Update:

Nach Beratungen in der Bezirksvertretung Mitte und im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität im Bochumer Stadtrat wurde die Entscheidung über den Entwurf der Verwaltung verschoben und weiterer Beratungsbedarf angemeldet. Wir bleiben am Ball und werden versuchen, unseren Vorschlag einzubringen, um mehr Platz und Komfort am Steinring für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Weiterhin besteht natürlich immer die Möglichkeit, eure Gedanken und Vorschläge unten im Kommentarfeld zu hinterlassen.


Ursprungspost:

Nach Ende der Kanalbauarbeiten am Steinring zwischen der Christ-König-Kirche und der Wittener Straße soll nun in einem nächsten Schritt die provisorisch abgedeckte Straße eine endgültige Asphaltdecke bekommen. Zusätzlich soll der Zuschnitt der Straße neu aufgeteilt werden. Die Verwaltung legte dazu einen Vorschlag vor, über den im September in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte und im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität des Rates abgestimmt werden soll.

Der Entwurf der Verwaltung schlägt vor (vgl. Abb. 1), zwei Fahrspuren für das Auto in Richtung Wittener Straße beizubehalten, den Radverkehr von der kleinen Parallelfahrbahn weg auf die Straße zu führen, neben den fahrenden Autoverkehr und daneben ein Längsparken zu erlauben.

In Fahrtrichtung Oskar-Hoffmann-Str. soll es künftig eine Fahrspur für Autos geben, daneben eine Radspur und Längsparken zwischen den Stadtbäumen.

Abb. 1: Vorschlag Verwaltung – Querschnitt des „neuen“ Steinrings, Quelle: Stadt Bochum

Aus unserer Sicht bietet dieser Vorschlag keinen hinreichenden Komfort und Schutz für den Radverkehr. Angesichts der großzügigen Platzverhältnisse ist eine bessere Lösung möglich, ohne Fahrspuren für das Auto oder Parkraum einzubüßen und ohne zusätzliche Bäume zu fällen.

Wir schlagen daher vor (Abb. 2), den Radverkehr Richtung Wittener Straße – wie jetzt auch schon jahrelang bewährte Praxis – über die Parallelfahrbahn rechts zu führen. Dadurch kann die rechte Fahrradspur eingespart werden und das Layout rückt insgesamt etwas nach rechts. Auf der linken Seite, der Fahrtrichtung Oskar-Hoffmann-Straße, kann so Platz geschaffen werden, um die parkenden Autos zwischen Radspur und fahrenden Verkehr zu platzieren und dadurch eine Protected Bike Lane einzurichten.

Was ist eine Protected Bike Lane?

Als Protected Bike Lanes werden Radwege bezeichnet, die baulich vom motorisierten Verkehr getrennt werden und so einen besonders hohen Komfort und ein hohes Sicherheitsgefühl bieten. Die bauliche Trennung besteht dabei in der Regel aus einfachen kostengünstigen Dingen wie z.B. Blumenkästen oder Pfosten. Es können allerdings auch parkende Autos, in ausreichendem Abstand, als Trennung verwendet werden. In vielen Städten in Deutschland und auch international wurden bereits zahlreiche Radwege als Protected Bike Lanes angelegt.

Diskutieren Sie mit uns in den Kommentaren! Was halten Sie von unserem Vorschlag?

Alle Unterlagen zum Vorschlag der Verwaltung finden Sie hier: https://session.bochum.de/bi/vo0050.asp?__kvonr=7074593&voselect=11489

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